Geologielager 7. Klasse
Wir sind nach Juf gefahren, ins höchste ganzjährig bewohnte Dorf Europas. Hier "auf der Glatze der Welt" sind die Gesteine sehr deutlich sichtbar, dominieren diese doch die ganze Umgebung ohne dass Pflanzenwuchs und Wald die Sicht auf die Schichten und Strukturen verstellen.
Hier haben die Schüler erlebt, was es heisst sich im Granit oder Kalk zu bewegen, haben deren Eigenheiten kennen gelernt. Sie sahen, wie der sich zurückziehende Piotgletscher eine Moräne zurücklässt mit einem kleinen See, in dem man so herrlich mit Schlamm herumspritzen kann. Sie lernten Sedimente und metamorphe Gesteine kennen: grünschwarze Serpentinite, weissen Kalk und rot gebänderten Radiolarit. Und sie haben Kristalle glitzern gesehen, weit hinten in einer Kristallkluft. Und einige haben selbst einen Kristall gefunden, funkelnd in der Sonne liegend, die zwischen den Tannenwipfeln hindurch von einem strahlend blauen Himmel auf den Waldboden schien. Ich glaube, wir haben es alle genossen, in der Natur zu weilen.