Newsletter der Rudolf Steiner Schule Zürcher Oberland Mai 2011

«In der Schule lernt man, im Beruf verdient man Geld.»
So einfach wird das Leben aufgeteilt!
Unsere Schüler sollen erfahren, dass man tatsächlich in der Schule viel lernen kann, dass aber auch die Berufstätigkeit ein grosses Lernfeld darstellt: Für mich und an mir arbeitend lernen und zusätzlich für die Bedürfnisse anderer produktiv sein – und dabei lernen.
Die Unsicherheit während des Inseldaseins Schule, ob ich als junger Mensch etwas kann, was für andere Sinn macht, ob ich gebraucht werde in dieser Welt, kann bei älteren Jugendlichen mitunter zu einer schulischen Lernkrise führen. Dem Wunsch nach Tätigsein, nach Sinnerlebnis auch ausserhalb des Schulraums kommen die Steiner Schulen deshalb seit jeher durch Praktika in Forst- und Landwirtschaft, in Gewerbe oder in sozialen Berufen entgegen. Nun steht die 10. Klasse in einer neuen Form der Berufserfahrung parallel zur Schulbildung: Zwei Wochen lang besuchten die Schülerinnen und Schüler vor den Osterferien eine von ihnen gesuchte Praktikumsstelle. Bis zu den Sommerferien werden sie nun weiterhin donnerstags und freitags diese Praktikumsplätze besuchen und dort arbeiten. Durch diese berufliche Kontinuität verlassen die Jugendlichen ihren schulischen Mikrokosmos, mit manchen Konsequenzen, die eine Berufstätigkeit mit sich führt. Mittels Arbeitstagebuch werden sie ihre persönliche Entwicklung, ausgelöst durch die beruflichen Erlebnisse, reflektieren. Auf die Erfahrungen der Schüler darf man gespannt sein, die ersten Reaktionen fielen bei allen Beteiligten bislang sehr positiv aus. Und ganz nebenbei erfährt auch unsere Schule eine ganz neue Beachtung in der Gesellschaft.

Es darf getanzt werden
Zum 9. Mal findet am kommenden Samstag, 21. Mai, ab 20 Uhr der Frühlingsballunserer Schule statt. Frische Birkenzweige, festlich geschmückte Tische, Lounge-Sofas und eine Bar geben der Turnhalle eine Ballatmosphäre, die noch nicht ganz mit dem Wiener Opernball mithalten kann, aber vielleicht fast. Und wenn dann zur Balleröffnungum 20.30 Uhr die Eingangsquadrille getanzt wird, verringert sich der Unterschied zwischen den beiden W-Städten um ein weiteres. Wir laden Sie herzlich ein, unseren Ball zu besuchen; führen Sie Ihre Festgarderobe einmal wieder aus, geniessen Sie das Miteinander mit anderen Tanzbegeisterten und freuen Sie sich an der Bewegung zur Musik.
http://www.rsszo.ch/veranstaltungen/fruhlingsball/

Weitere Kulturangebote
«…es trat aus meiner Leier zum ersten mal ans Licht…». Anlässlichdes 140. Geburtstages Christian Morgensterns trägtSopranistin Julia Schubring am Freitag, 20. Mai, 20 Uhr, Werke des Dichters vor. Begleitet wird sie dabei von Winfried Krüger und Sibylle Frei an der Leier. Vertont wurden die Texte von Winfried Krüger. Kleiner Saal / Eintritt frei, Kollekte.
http://www.rsszo.ch/veranstaltungen/es-trat-aus-meiner-leier-zum-ersten-mal-ans-licht/

Die 8. Klasse hat sich diesmal statt des legendären Theaters eines Musicalsangenommen. Mit Anatevka wählte die Klasse ein Stück, dass neben seinen vielen humorvollen Szenen das alte Thema der Tradition- bewahren oder brechen- sowie die damalige, durch die politische Entwicklung in Europa für Juden bedrohlich werdende Situation beleuchtet. Neben Theater, Gesang und Tanz wurden auch die Kostüme sowie Bühnenbild und Requisiten von den Schülerinnen und Schülern selbst angefertigt.Freitag, 27. und Samstag, 28. Mai, jeweils 19.30 Uhr sowie Sonntag, 29. Mai, 17.15 UhrEmpfohlen ab 9 /10 JahrenEintritt frei / Kollekte
http://www.rsszo.ch/veranstaltungen/anatevka/